27.3.2015

Veröffentlicht von am Freitag, 27 März 2015
 
Frohe Ostern wünscht Mishikishi

Landestreffen

Vom 12. – 15. März fand das Jahrestreffen der co-worker statt und zwar in Ibenga, einer Kleinstadt im Copperbelt. An diesem Ort sind Heleen und Maarten, ein Ärzteehepaar mit 3 Kindern, als co-worker für die BMI in einem Spital im Einsatz.

Auf dem Weg dorthin fuhren wir durch die ländliche Gegend.

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Die Lodge „Foundation for Cross-cultural Education“ wird von Südafrikanern geführt. Hier gehen auch die 3 Kinder von Heleen und Maarten zur Schule. Es werden Kinder und Erwachsene verschiedener Nationalitäten ausgebildet und zwar schulmässig, in Werkstätten und in der Landwirtschaft.

Der Ort ist wunderschön gelegen und sehr gut geführt. Unsere Unterkunft war sehr gemütlich.

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In diesem idyllischen See durfte man auch baden.

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Der kleine Sohn von Gaby, der Psychologin, hat nackt gebadet, was die Jungs doch sehr verunsicherte.

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Wir hatten die Gelegenheit, viel über unsere Projekte zu diskutieren, uns über Erfolge und Misserfolge auszutauschen und uns gegenseitig zu unterstützen. Diese Meetings tragen dazu bei, dass man den Kontakt untereinander pflegt und sich gegenseitig hilft.

Wir haben auch die Klinik besucht, in der Maarten und Heleen arbeiten. Uns wurde versichert, dass die Mitarbeitenden die richtige Krankenakte auch finden.

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Maarten hat uns über HIV und Tuberkulose informiert, ein sehr wichtiges Thema hier in Sambia.

Global situation & trends

78 million people have been infected with the HIV virus
39 million people have died of HIV.
Globally, 35.0 million people were living with HIV at the end of 2013.
An estimated 0.8% of adults aged 15–49 years worldwide are living with HIV, this varies considerably between countries and regions.
Sub-Saharan Africa remains most severely affected, with nearly 1 in every 20 adults living with HIV and accounting for nearly 71% of the people living with HIV worldwide.

Durch einen sambischen Klinik Mitarbeitenden wurden wir über die Beeinflussung von Aids durch Traditionen, Religion, Mythen usw. informiert. Sambia hat 72 Stämme und Sprachen. Die Traditionen differieren von Stamm zu Stamm. Die Vorstellungen über HIV zu ändern, benötigt immer noch sehr viel Aufklärung.

Folgendes wurde/wird über HIV geglaubt:

-        HIV-Positive sind durch Hexenkraft krank geworden.

S-     Sie haben mit einer Witwe geschlafen. Dies ist eine gängige Tradition von vielen Stämmen. Wenn ein Mann stirbt, kann sein Geist nur zur Ruhe kommen, wenn seine Witwe mit einem männlichen Verwandten des Verstorbenen schläft (Es geht aber vor allem darum, dass dieser Verwandte dadurch auch Anrecht auf das Anwesen/Geld des Verstorbenen hat, die Witwe also nebst mit den Kindern auch mit ihm teilen muss).

-        Manche Stämme erlauben den Männern verschiedene Frauen zu haben, über die dann der Mann die totale Kontrolle hat und oft auch verbietet, Medikamente gegen Aids einzunehmen.

-       Traditionelle Heiler, die Heilung anbieten und die betroffenen Personen dann frei von Aids erklären.

-        Die Religion spielt einen wichtigen Aspekt in Sambia. Viele haben erzählt, dass HIV eine Strafe Gottes sei und nicht mit Medikamenten geheilt wird, sondern mit Gebeten.

-        Die Meinung, HIV sei geheilt, wenn man mit einer Jungfrau schläft (was zu vielen Übergriffen führte).

Die Regierung hat viel getan, um Aids in den Griff zu bekommen.

-        Kostenlose ärztl. Konsultationen und Medikamente

-        Aufklärungskampagnen am Radio und Fernsehen

-        Aufklärung an den Schulen

-        Aufklärung vieler Kirchen und dadurch andere Informationen an deren Mitglieder

Geschätzte HIV-Häufigkeit in Sambia

2001; 13,5%

2011; 11,7%

Nach 4 Tagen kehrten wir nach Mishikishi zurück. Ueli und Anna kamen noch für eine Nacht zu unsi. Auf dem Bild sieht man Ueli; ein neues Rad muss her. Seit ihrer Wegfahrt in Chikupi war hier bereits das fünfte Mal ein platter Reifen zu verzeichnen!

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Mishikishi

Nun blühen in Mishikishi die gelben Bäume.

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Herbert hat gemeint, hier in Mishikishi tragen die jungen Mädchen nicht Handtaschen wie in Europa, sondern einen Chitenge mit einem Baby. Die Frauen unserer Farmmitarbeitenden hatten alle bereits mit 17 Jahren ihr erstes Baby. Franzina schaffte es sogar mit 15 Jahren.

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Die kleine Christine (Tochter unseres Mitarbeiters Christoph) ist nun bereits 41/2 Monate alt. Sie hat Kleider aus der Schweiz erhalten, die bereits dort vorgetragen wurden.

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Diese Boys wollten auch unbedingt auf das Foto. Zuerst waren sie noch ein bisschen ängstlich. Das erste Foto gefiel ihnen nicht und sie machten immer mehr Posen, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden waren und sich enorm freuten.

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Hoplaas

Vom 18. Februar – 12. Mai ist Barbara Grendelmeier als Hoplaa-Praktikantin bei uns. Sie hat ein Studium Umweltingenieurwesen in Wädenswil abgeschlossen.

Da bei uns die Kulturen bei gleicher Aussaat und Pflege sehr unterschiedlich gedeihen, hat Herbert sie damit beauftragt, Bodenproben zu nehmen. Momentan sind wir dabei, eine geeignete Firma zu finden, die diese seriös auswertet.

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Tobias ist für 3 Monate in Chikupi und hat uns 1 Woche im Austausch (Ländertreffen) mit Barbara besucht. Hier zählt er mit Herbert zusammen auf einer begrenzten Fläche die vorhandenen Sojabohnen, um provisorisch den Endertrag zu schätzen.

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Farm

Seit Tagen regnet es nicht mehr. Die Sojabohnen vermissen das Wasser am meisten. Die Regenmenge ist gegenüber dem Vorjahr noch sehr stark im Minus. Es wird dringend Regen erwartet, damit auch der Grundwasserspiegel noch steigt, bevor die Trockenzeit beginnt.

Wo bleibt der Regen?

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Prüfender Blick.

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Die Sonnenblumen wollen teilweise hoch hinaus.

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Die neue „Schweinelodge“ wird eingeweiht.

Leider haben wir die Diebstähle noch immer nicht unter Kontrolle. Wieder wurde uns eine ganze Anzahl Hühner gestohlen. Während unseres Landesmeetings kamen dann auch noch unsere Velos weg (vielleicht haben wir zu viel über deren Qualität gelästert und sie werden nun vom neuen Besitzer hoch geschätzt).

Gestern fand ein Meeting mit dem Bischof und der Landeskoordinatorin statt. Bereits wird diskutiert und auch festgelegt, wie das Projekt von den Sambiern übernommen wird, wenn wir 2016 zurück in die Schweiz reisen.

Weitere Informationen zur Farm werdet ihr dem nächsten Rundbrief entnehmen können, der nächstens entstehen sollte.

Wir wünschen euch allen einen schönen Frühling. Geniesst es, wenn die Natur wieder mit ihrer ganzen Fülle aufwartet.

Allen wünschen wir frohe Ostern.

Herzliche Grüsse

Heidi und Herbert