15.2.2015
In Mishikishi können wir uns nicht mehr über fehlenden Regen beklagen. Dieser fällt jetzt häufig und oft auch ziemlich heftig. Für die Kulturen fällt nun genügend Regen, aber der Grundwasserspiegel und der Füllstand der Stauseen sind noch im Rückstand. Die Elektrizität fällt schon beim kleinsten Lüftchen aus und wenn dann auch noch Strommasten umfallen (diese sind ja durch die Buschfeuer immer ein bisschen angesengt), hat man dann eben mehrere Tage keinen Strom und auch kein Internet. Seit gestern Mittag läuft aber alles wie am Schnürchen, also Zeit um einen Blogbeitrag zu schreiben.
Hausgarten
Ein Teil unseres Hausgartens kurz vor einem einsetzenden Gewitter.
Dieser Vogel baut in den Bananenstauden ein Nest. Die Katzen schätzt er gar nicht wie man sieht.
Die Katzen jedoch hätten nichts dagegen, ihn etwas näher „kennen zu lernen“.
Die Schmetterlinge sind ein Lieblingsobjekt der Fotografie im Garten.
Farmgarten
Die Papaysbäume werden nicht alt. Unser Gärtner David hat 30 Setzlinge gezogen und pflanzt diese nun im Farmgarten. Nach 9 Monaten sollten wir bereits die ersten Papayas ernten können. Im Hintergrund sieht man den durch Nicolas errichteten neuen Schweineunterstand.
Kulturen
Viel Aufmerksamkeit erhalten nun unsere Kulturen auf der Farm. Da Herbert keine Erfahrung mit Sojabohnen hatte, haben wir bei einem indischen Farmer Rat geholt. Dieser hat eine Farm von 3000 Hektaren, wobei er momentan ca. 1300 bepflanzt, davon 400 ha Sojabohnen. Er hat sich dann doch fast verschluckt als wir ihm sagten, wir wollten 3 ha anpflanzen. Trotzdem hat er sich den ganzen Morgen für uns Zeit genommen. Bei Kaffee wurden Ratschläge erteilt und dann zeigte er uns seine Felder. Als Donation gab er uns auch gleich Pflanzenschutzmittel mit. Wir haben uns so gut verstanden, dass es nun bereits 3 Besuche gab.
Den kritischen Augen von Herbert und mir entgeht nichts. Die Sojabohnen entwickeln sich gut.
Learning on the job in Mishikishi.
Der Stand der Kulturen wird begutachtet und analysiert. Bereits wird diskutiert, was nächstes Jahr besser gemacht werden kann.
Hier ist einiges schief gelaufen.
Hier ist alles gelungen. Eddie scheint sich auch mit seiner neuen Kopfbedeckung sehr wohl zu fühlen.
Erwartungsgemäss wird die Ernte im April beginnen. Unser Betrieb ist zwar klein, aber 20 Hektaren von Hand zu ernten wird trotzdem eine grosse Herausforderung werden. Herbert erkundigte sich bereits bei umliegenden Betrieben, wo Leute für diese Arbeit rekrutiert werden können. Ein Problem wird ebenfalls sein, dass gerade Maiskolben sehr gerne gestohlen werden.
Diebstahl
Unsere Nachtwächter haben sich eine gute Taschenlampe gewünscht, die in weite Entfernung ausleuchten kann. In Pretoria haben wir dann einen halben Tag investiert, bis wir eine Ideale Lampe gefunden haben. Eddie war verantwortlich diese gut zu versorgen und wenn nötig für die Nachtwächter aufzuladen. Letzten Mittwoch war dann die Lampe verschwunden. Da diese nur von einem unserer Mitarbeiter gestohlen werden konnte, hat sich Herbert sehr geärgert. Er hat eine Belohnung ausgesetzt für denjenigen der die Lampe zurückbringt. Die Belohnung war sehr hoch (ca. 2 Monatslöhne). Damit sollte erreicht werden eine eventuell bestehende Solidarität bei Diebstahl unter den Mitarbeitenden zu durchbrechen. Zudem hat ihm ein anderer Betriebsleiter der BMI in Sambia erzählt, dass er schon Diebstähle durch die Neighborhood watch hat aufklären lassen. Diese arbeiten dann bei Verdachtsmomenten auch mit der Polizei zusammen. Herbert hat also auch diese aufgeboten und sie haben sofort mit ihren Abklärungen begonnen (Nachtwächter zu Hause aufgesucht etc.). Gestern Abend wollte ich wie üblich das Eingangstor zu unserem Garten abschliessen. Da lag ein Plastiksack vor unserem Tor und schön eingehüllt darin die Taschenlampe. Jemand muss da „kalte Füsse“ gekriegt haben.
Auf den Strassen von Sambia
In Mishikishi fahren die ganze Nacht Lastwagen in grosser Zahl durch. Die Strassen sind nur in grossen Ortschaften knapp beleuchtet und natürlich voller Schlaglöcher. Auch gibt es immer wieder Unfälle durch betrunkene Autofahrer, die oft abends unterwegs sind. Wenn wir nach Ndola fahren, sehen wir häufig neue Autowracks. Wie schon erwähnt, gehen wir abends nicht auf die Strasse. Aber auch während des Tages sind nicht alle Autos so unterwegs wie sie sollten.
Auf einer sehr holprigen Nebenstrasse (man beachte auch die Personen auf der Seite),
Euch allen wünschen wir, dass ihr ohne grosse Kollisionen jeglicher Art durchs Leben kommt. Geniesst den Winter noch, bevor die ersten Frühlingsblümchen die Köpfchen hervorstrecken.
Herzliche Grüsse
Heidi und Herbert
15.2.2015