18.7.2014

Veröffentlicht von am Samstag, 18. Juli 2014

Nur nicht, dass ihr auf die Idee kommt, dass wir nur Ferien machen, es gibt auch viel zu tun in Mishikishi.

Kein Wasser

Am 11. Juni haben wir unsere Vorgänger nach Lusaka gebracht. Ihr Flug ging am 12. Juni abends zurück in die Schweiz. Zurück in Mishikishi mussten wir feststellen, dass seit unserer Abreise vor 3 Tagen kein Wasser mehr floss. Dies war natürlich für unsere Nachbarn, die auch von unserem Bohrloch Wasser beziehen, sehr unangenehm. Herbert hat mit Farmarbeitern sofort die Suche nach der Ursache an die Hand genommen.

Das Wasserbohrloch ist 36 Meter tief. Es stellte sich heraus, dass die Pumpe nicht defekt war, jedoch das letzte der sechs 6 Meter langen Rohre kurz über der Pumpe Rostschäden und ein Loch aufwies und auch der Zustand von zwei weiteren Rohren bedenklich war. In Ndola beschafften wir deshalb umgehend drei neue Rohre um die beschädigten zu ersetzen. Am Nachmittag floss dann bereits wieder das begehrte Nass. Momentan haben wir nun kein Warmwasser mehr. Die Warmwasseranlage auf dem Dach ist ausgestiegen. Eine neue Herausforderung für Herbert, die Lösung ist noch in Arbeit. Aber kalt duschen und Haare waschen soll ja gesund sein!

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Verwertung der Ernte

Auf dem Ackerland wurden die folgenden Kulturen in den Monaten November – Dezember 2013 angebaut und in den Monaten April bis Juni 2014 geerntet; 12 ha Soyabohnen, 10 ha Sonnenblumen, 1 ha Mais. Nach dem Ernten erfolgte das Dreschen des Erntegutes. Obwohl für diese Arbeit z.T. Maschinen eingesetzt wurden, war sehr viel Handarbeit erforderlich. Handarbeit ist eigentlich richtig. Einerseits gibt es den Leuten ein bescheidenes Einkommen und zweitens ist der Einsatz von Maschinen bei einer Vollkostenrechnung kaum je rentabel. Soyabohnen und Mais verwenden wir als Futter für unsere Schweine. Aus den Samen der Sonnenblumen produzieren wir mit einer Maschine aus der Schweiz Sonnenblumenöl. Das Nebenprodukt der Sonnenblumenölproduktion wird ebenfalls als Schweinefutter verwendet. Um Aussicht auf wirtschaftlichen Erfolg zu haben, müssen die Erträge der Ackerkulturen im nächsten Jahr zwingend markant gesteigert werden.

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Eine geheime Mission?

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Nein, bevor Theo Bucher Mishikishi verliess galt es noch, Herbert in die Geheimnisse der Honiggewinnung einzuweihen. Abends nach Arbeitsschluss schien der ideale Zeitpunkt. Leider hat Theo als erstes Übungsobjekt nicht die zahmen Bienen neben dem Haus gewählt, sondern Bienen in der freien Landschaft. Diese haben das Eindringen der beiden Maskierten gar nicht geschätzt: Fazit: Herbert 4 Stiche an Hals und Kopf (dauerte 3 Tage bis der Kopf wieder normale Formen annahm), Theo 10 Stiche an Armen und Beinen (aber bereits ziemlich Stiche resistent) Kurze Zeit später wurde dieses Unterfangen bei den „Hausbienen“ wiederholt, dies gänzlich ohne Stiche.

In der Zwischenzeit hat Herbert den Bienen im Feld mit 2 Mitarbeitenden nochmals einen Besuch abgestattet. Auch diesmal gab es wieder Stiche. Aber es gibt auch einen Erfolg zu vermelden. Natürlich haben die Bienen den grössten Teil der Arbeit erledigt, aber Herbert und ich führten diese dann zu Ende und erfreuen uns nun an 15 kg reinen Honig.

Diebstahl

Nachdem bei Theo Bucher immer wieder Ziegen gestohlen wurden, hat Herbert die restlichen verkauft. Doch leider wurden in der Zwischenzeit trotz Nachtwache auf der Farm bereits 2 Schweine gestohlen, was einen noch grösseren Verlust darstellt. Die Schweine bleiben in der Nacht draussen und diejenigen, welche im Gehege entlang der Hauptstrasse sind, sind besonders gefährdet. Deshalb wird ihnen nun ein Unterstand gebaut, mit der Idee, dass sie in der Nacht besser gruppiert und bewacht werden können.

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Unser Garten

Aus unserem Garten können wir nun täglich Papayas ernten. Diese sind sehr köstlich und erfrischend. Daneben erfreuen wir uns auch an Erdbeeren. Die Bananen sind momentan noch am reifen, doch im September werden die nächsten Bunches soweit. Wir haben auch Salat, Bohnen, Rüebli, Peperoni und Kräuter in unserem Garten.

Die Bananenblüte schützt zuerst die heranwachsenden Bananen und kann dann später entfernt werden.

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Buschbrände

Momentan brennt es überall. Alle Jahre wieder wird das Buschfeuer gelegt. Leider gehen dadurch auch viele Bäume, Palmen etc. zugrunde. Rund um unser Land haben Buchers Bäume gepflanzt. Auf der einen Seite hat das Feuer auch diese erfasst und die meisten können wohl nicht gerettet werden.

Brand neben dem Spital, ca. 150 Meter von unserem Haus entfernt

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Fahrprüfung in Sambia

Herbert und ich mussten in Ndola noch die Fahrprüfung absolvieren. Dies natürlich mit unserem Farm-Fahrzeug. Das grosse Auto (bisher bin ich nie über einen Peugeot herausgekommen) und der Linksverkehr, sind für mich schon eine grosse Herausforderung. Doch hurra, wir haben es geschafft! Übrigens ist der Strassenverkehr das grösste Risiko, dem wir in Sambia ausgesetzt sind.

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Wir wünschen euch weiterhin schöne Sommertage.

Liebe Grüsse

Heidi und Herbert