2.7.2014
2.7.2014
Veröffentlicht am Mittwoch, 2. Juli 2014
Nun sind wir bereits zwei Wochen auf der Farm und haben die Angestellten kennen gelernt (2 fehlen auf dem Foto). Die Verantwortung für die Farm wurde per 12. Mai an Herbert übergeben.
Das Farmleben hat Herbert voll im Griff. Gilt es doch die Sonnenblumen, den Mais und die Sojabohnen zu ernten. Dies auf einer Fläche von 28 ha, natürlich alles von Hand. Der ganze Kirchenchor hilft tageweise mit, da er 1000 Kwatchas für ein neues Kybord abarbeiten muss. Auch wurden einige Taglöhner angestellt. Besonders die Sojabohnen zu ernten ist eine harte Arbeit. Die Taglöhner erhalten 10 Kwachas pro Tag. Zum Vergleich: 1 Liter Diesel kostet hier ebenfalls 10 Kwachas. Kauft man im Pick Pay in Ndola ein, bezahlt man beinahe gleich viel wie in der Schweiz. Dem Bulletin, einer sehr guten Zeitschrift, habe ich folgende Zahlen entnommen: Lusaka ist 30% bis 40% teurer als Washington DC, 51% teurer als Johannesburg und 53% teurer als Nairobi.
Letzten Sonntag waren wir in der Kirche in Mishikishi. Es war ein schöner Anlass, mit viel Gesang, Tänzen und einem Priester, der eine sehr blumige Rede hielt und sicher auch problemlos als Schauspieler durchgehen würde.
Ich habe in der Kirche auch die beiden spanischen Sisters kennen gelernt, die in Mishikishi stationiert sind. Sister Clemens hat mir erzählt, dass sie am Freitag immer in den Busch fahren um dort junge Frauen zu fördern. Diese konnten aus einem Katalog auslesen, in welchen Gebieten sie gefördert werden wollen. Ihre Wahl fiel auf das Nähen und das Lesen und Schreiben in englischer Sprache. Spontan wurde ich eingeladen mitzufahren. Das Treffen im Busch fand in der Kirche statt und wir wurden freudig mit Gesang und stürmischen Umarmungen begrüsst.
An diesem Freitag wurde den jungen Frauen beigebracht, wie sie ein Schnittmuster erstellen können. Ich konnte mich dann noch als Kinderbetreuerin nützlich machen.
Also, ich war stark beeindruckt von diesen Frauen und ich denke, ich werde auch in Zukunft mit den Sisters in den Busch fahren.
Heute kam Andreas mit seiner zukünftigen Frau vorbei, sie heiraten im Juni. Andreas arbeitet ebenfalls für die BMI, in der Schweiz ist er Sekundarlehrer. Seine Frau ist eine Sambierin. Sie hatten einen Vermittler dabei, der den Brautpreis auszuhandeln hatte. In Sambia ist es üblich, dass ein solcher bezahlt wird. Natürlich wird von den Weissen ein grosszügier Brautpreis verlangt. Wir haben nicht gefragt, wie hoch dieser nun gewesen ist.
Wir wünschen allen einen guten Wochenstart.
