Veröffentlicht von am DINSTAG, 28. August 2014

Hurra, Nadine und Jan sind am Montag in Sambia eingetroffen

Nachdem Nadine und Jan am Sonntag in Johannesburg den Anschlussflug verpasst haben, sind sie am Montagmorgen heil hier eingetroffen und auch sämtliches Gepäck wurde wieder gefunden.

Nun hatten sie einige Tage Zeit, sich an die hiesigen Termperaturen zu gewöhnen, es ist über 30 Grad warm. Morgen beginnt  unsere Reise nach Livingstone. Wir sind alles sehr gespannt, was wir sehen und erleben werden.

IMG_0047-2_01.JPG

Veröffentlicht von am Mittwoch, 17 September 2014 
 

Besuch Nadine und Jan in Sambia / Reise Lusaka - Livingstone - Botswana

Nachdem Nadine und Jan einen Tag später als erwartet in Mishikishi eintrafen, erholten sie sich zuerst ein bisschen. Sie hatten dann einige Tage Zeit, sich in Mishikishi einzuleben, das Haus und die Farm kennen zu lernen und mit den Velos die nähere Umgebung zu erforschen. Dabei stellten sie fest, dass sie viel Aufmerksamkeit erregten, wenn sie durch den Busch fuhren. Zudem konnten sie sich an die wärmeren Temperaturen gewöhnen.

Dann traten wir unseren 10-tägigen Ausflug nach Lusaka – Livingstone – Botswana an. In Livingstone übernachteten wir im Jolly Boy, eine günstige aber sehr originelle Unterkunft. Der Besuch der Viktoriafälle hat uns sehr beeindruckt. Natürlich hielten sich die Wassermassen in Grenzen, da es ja schon einige Monate nicht mehr geregnet hat.

IMG_0205-2_01.JPG

IMG_0197_01.JPG

IMG_0240-2_01.JPG

IMG_0132-2_01.JPG

Im Jolly Boy buchten wir einen 3-tägigen Aufenthalt in Botswana.

Überfahrt nach Botswana auf dem Sambesi.

GOPR0045_01.JPG

Wir waren sehr überrascht, wie in Botswana alles perfekt durchorganisiert war. Als erstes gab es auf dem Chobe eine Bootsfahrt. Wir konnten die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

IMG_0311_01.JPG

Am Nachmittag war ein game drive angesagt und auch dies gab uns Gelegenheit, viele Tiere zu beobachten.

IMG_0343_01.JPG

Am Abend fuhren wir zu unserem Lagerplatz im Busch um im Zelt zu übernachten. Wir waren die einzigen Gäste. Ausser uns übernachteten dort der Fahrer, ein Koch und ein sonstiger Helfer.

_MG_1528_01.JPG

Am nächsten Morgen fuhren wir früh los. Unser Guide meinte, er habe am frühen Morgen auch die Löwen brüllen hören. Tatsächlich hatten wir Glück, bereits nach kurzer Zeit stand er majestätisch vor uns.

IMG_0399_01.JPG

Wir näherten uns bis auf ca. 5 Meter. Er nahm uns gelassen zur Kenntnis, gewährte uns ein Fotoshooting und verzog sich dann. Die Weibchen waren in einiger Entfernung daran, die Reste eines Zebras zu verzehren.

IMG_0420_01.JPG

Wir haben die Löwinnen noch zirka 1 Stunde beobachtet, bevor wir weiter fuhren. Natürlich gab es nebst Elefanten, Giraffen, Zebras auch kleinere Tiere zu bewundern, die aber ebenso faszinierend waren.

IMG_0358_01.JPG

Im Camp wurden wir vom Koch sehr verwöhnt und hatten Gelegenheit, uns zwischendurch etwas auszuruhen.

IMG_0071_01.JPG

Am nächsten Morgen überquerte bereits kurz nach unserem Start eine Elefantenherde unseren Weg. Der Chobe Nationalpark hat eine sehr dichte Elefantenpopulation.

IMG_0106_01.JPG

Am Mittag kamen dann zusätzliche Gäste. Je ein Paar aus Italien und Paris. Auch bezogen wir ein weiter entfernt gelegenes Camp, resp. wurde dieses aufgebaut. Als wir von unserem Nachmittagsdrive zurückkehrten, konnten wir in der Abenddämmerung ein einmaliges Schauspiel beobachten. Ungefähr 400 – 500 Elefanten trafen sich am Fluss. Zusätzlich gab es verschiedene Herden von Zebras und natürlich überall Antilopen.

IMG_0132_01.JPG

Am nächsten Morgen wollte das italienische Paar dann unbedingt die Löwen finden, was aber nicht gelang. Am Nachmittag war zum Abschluss nochmals eine Flussfahrt vorgesehen. Wir hatten Glück und hatten ein Wassergefährt für uns allein. Der Führer sagte, nachdem wir nun 2 ½ Tage auf unwegsamen Wegen herumgekurvt seien, gehe es nun sehr ruhig zu und er werde nur sprechen, wenn wir ihn etwas fragen.

IMG_0172_01.JPG

Lautlos glitten wir über das Wasser und konnten uns mit diesem Gefährt, auf dem es einen Tisch und Stühle für uns gab, den Tieren nähern. Es war der perfekte Abschluss unseres Aufenthaltes in Botswana.

IMG_0206_01.JPG

IMG_0201_01.JPG

Mit vielen wunderbaren Erlebnissen und schönen Bildern im Kopf traten wir unsere Heimreise an.

In Mishikishi galt es dann, auch wieder auf der Farm etwas zu tun. Nadine und Jan sorgten dafür, dass die von Buchers gepflanzten Bäume entlang der Farm Wasser erhielten. Zudem rückten sie auf dem Farmgarten dem Unkraut zu Leibe.

DSC07475_01_01.JPG

Jan hatte auch einen Fussball und einen kleineren Ball mitgebracht. Leider war auf dem Fussballplatz von Mishikishi nichts los. Als Jan und Nadine dort mit den Bällen auftauchten ging es aber nicht lange, und von überall strömten Jugendliche und Kinder herbei. Bereits am zweiten Abend waren etwa 50 Kinder/Jugendliche anwesend. Jan hat zum Abschluss nicht nur die Bälle verschenkt, sondern auch gleich seine Schuhe.

IMG_0433_01.JPG

Am Morgen wurden jeweils die Kinder der gegenüberliegenden Vorschule begrüsst. Viele kommen jeweils bereits um 08.00 Uhr mit ihren älteren Geschwistern, obschon der Unterricht erst um 09.30 Uhr beginnt.

IMG_0269_01.JPG

Wir hatten eine interessante Zeit zusammen, die leider viel zu schnell verging.

Wir wünschen euch noch viele schöne Herbsttage.

Herzliche Grüsse Heidi und Herbert

Veröffentlicht von am Samstag, 01 November 2014 
 
Mishikishi News

In Mishikishi ist es nach wie vor sehr heiss und immer noch ist kein Regen in Sicht. Wir haben momentan Temperaturen um die 35 Grad. Die Felder wurden vorbearbeitet, so dass mit dem Anbau begonnen werden kann, sobald Regen fällt.

Herbert hatte endlich Gelegenheit, seine liebste Arbeit zu tun, Traktor zu fahren. Er war nicht der Einzige, der dies wollte, wie man auf dem Bild sieht.

IMG_0532_01.JPG

Christopher (rechts im Bild) ist unser Mechaniker. Sein Workshop wird von vielen Leuten der Umgebung aufgesucht. Manche wollen ein Auto repariert haben, dann wieder ein Velo und vieles mehr. Für die Farm ist er fast unverzichtbar. Er repariert, konstruiert kreativ Lösungen, wenn kein Geld vorhanden ist um ein Gerät zu kaufen und ist sehr hilfsbereit.

IMG_0616_01.JPG

Nach wie vor dürfen wir uns vieler neuer Ferkel erfreuen. Hier eines der jüngsten Sprösslinge.

IMG_0594_01.JPG

Da der Platz für die Ferkel langsam knapp wird, müssen neue Gehege gebaut werden. Nicolas macht seine Arbeit exakt und zuverlässig. Auch bei grösster Hitze trägt er stets seine Strickmütze.

IMG_0570_01.JPG

Auch Herbert wird langsam als ein „Einheimischer“ betrachtet.

IMG_0576_01.JPG

Seit wir Ende Juni den Nachtwächter entlassen haben und 3 unserer Mitarbeitenden diese Aufgabe nun im Wechsel erledigen, wurde auf der Farm nichts mehr gestohlen. Father Emanuel hat gesagt, dass er in der Kirche den Kirchengängern diesbezüglich auch ins Gewissen geredet hat Ich bin jedoch nicht sicher, dass er an den Erfolg seiner Worte glaubt, da die Fathers inzwischen bereits 5 recht aggressive Hunde besitzen, die in der Nacht ihr Hab und Gut bewachen.

Wir haben bei einem Russen 100 Legehühner gekauft, da es anfangs Jahr versäumt wurde, genügend Küken nachzuziehen. Diese Hühner wollen einfach keine Eier legen. Das hat der Farmer gar nicht gern; viel Fressen und nichts liefern. Franzina zeigt dem Huhn, was von ihm erwartet wird. So schwierig kann es doch nicht sein!

IMG_0659_01.JPG

Masthühner ergänzen die Hühnerhaltung. Alle 3 Wochen werden 150 Küken gekauft. Nach ca. sieben Wochen ist das Federvieh bereit für den Kochtopf und wird mehrheitlich von den Leuten der näheren Umgebung gekauft.

a1sx2_Original1_IMG_0654_01.JPG

Vom Farmgarten können wir nun erste Erträge erzielen. Die Waren werden in Mishikishi auf dem Markt verkauft oder bei einer Inderin in Ndola. Da die Bewässerungsarbeiten jedoch sehr aufwendig sind und die Produkte zu sehr günstigen Preisen verkauft werden müssen, kann der Garten nicht als rentabel bezeichnet werden. Momentan werden vorallem auf dem Markt in Mishikishi Maiskolben verkauft, die Franzina vorgängig kocht. Die Kabisköpfe konnten alle problemlos verkauft werden. Auch Rape (ein Blattgemüse) fand guten Absatz. Von den Karotten und Zwiebeln werden auch noch einige Kwachas erwartet.

a1sx2_Original1_IMG_0431-2_01.JPG

Auch in Wünschs Garten hat es Zuzug mit Zuwachs gegeben. Da tauchte doch eine Katze auf und bettelte 2 Tage lang um Futter, bis ich nicht mehr hart bleiben konnte. Kurze Zeit später wurden dann auch noch die 4 Jungen nachgeholt. In unserem Garten hinter den Mauern herrscht relativ ein geschützter Raum für Katzen. Manchmal habe ich jetzt böse Visionen von verschiedenen Katzensippen, die unseren Garten bevölkern.

a1sx2_Original1_IMG_0556_01.JPG

Wir haben im Rundbrief von unserer Mitarbeiterin erzählt, die 10 Kinder hat und von ihrem Mann von zu Hause fortgejagt wurde und mit ihren jüngsten Kindern auf der Farm Unterschlupf fand. Heute vernahm ich eine überraschende Wende in diesem Fall. Da der Mann inzwischen wohl gemerkt hat, dass ja die Frau das Geld verdient und für den Haushalt auch noch zuständig ist (einem Mann ist dies in Sambia nicht zumutbar, auch wenn er nicht arbeitet) muss er wohl eingesehen haben, dass ihm ein Fehler unterlaufen ist. Die Situation sieht nun so aus; die Kinder die auf der Farm wohnten wurden wieder in ihr ursprüngliches Haus verfrachtet und er ist hier auf der Farm bei seiner Frau eingezogen. Das heisst, die Kinder wohnen nun alleine 30 Gehminuten von den Eltern entfernt. So war natürlich unsererseits die Hilfe in diesem Fall nicht vorgesehen. Am Ländertreffen der BMI-Leute wurde mir von Ueli erzählt, dass in ihrer Umgebung ein 8-jähriges Mädchen für ihre jüngeren Geschwister kocht und zu ihnen schaut, währenddessen die Mutter die ganze Woche arbeitshalber abwesend ist (auch während der Nacht). Da so viele Leute an Aids gestorben sind, wurden viele Familienstrukturen auseinandergerissen und das „zueinander schauen“ funktioniert oft nicht mehr.

Etwas Prachtvolles in Sambia sind die blühenden Bäume, die Ende der Trockenzeit ihre volle Schönheit entwickeln. Zuerst erfreuten uns die violett blühenden Jacaranda-Bäume und jetzt werden sie abgelöst von den rot blühenden Flametrees. Dieses schöne Exemplar steht im Innenhof für Anlässe der Mission.

a1sx2_Original1_IMG_0369_01.JPG

Während wir also auf ein kühles Lüftchen und Regen hoffen, denkt ihr vielleicht schon ein bisschen wehmütig an die warmen Zeiten zurück.

Wir wünschen euch eine gute Zeit.

Liebe Grüsse Heidi und Herbert

Weitere Beiträge ...