Veröffentlicht
von Heidi Würsch am Mittwoch, 17 September 2014
Besuch Nadine und Jan in Sambia / Reise Lusaka - Livingstone - Botswana
Nachdem Nadine und Jan einen Tag später als erwartet in Mishikishi eintrafen, erholten sie sich zuerst ein bisschen. Sie hatten dann einige Tage Zeit, sich in Mishikishi einzuleben, das Haus und die Farm kennen zu lernen und mit den Velos die nähere Umgebung zu erforschen. Dabei stellten sie fest, dass sie viel Aufmerksamkeit erregten, wenn sie durch den Busch fuhren. Zudem konnten sie sich an die wärmeren Temperaturen gewöhnen.
Dann traten wir unseren 10-tägigen Ausflug nach Lusaka – Livingstone – Botswana an. In Livingstone übernachteten wir im Jolly Boy, eine günstige aber sehr originelle Unterkunft. Der Besuch der Viktoriafälle hat uns sehr beeindruckt. Natürlich hielten sich die Wassermassen in Grenzen, da es ja schon einige Monate nicht mehr geregnet hat.




Im Jolly Boy buchten wir einen 3-tägigen Aufenthalt in Botswana.
Überfahrt nach Botswana auf dem Sambesi.

Wir waren sehr überrascht, wie in Botswana alles perfekt durchorganisiert war. Als erstes gab es auf dem Chobe eine Bootsfahrt. Wir konnten die Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Am Nachmittag war ein game drive angesagt und auch dies gab uns Gelegenheit, viele Tiere zu beobachten.

Am Abend fuhren wir zu unserem Lagerplatz im Busch um im Zelt zu übernachten. Wir waren die einzigen Gäste. Ausser uns übernachteten dort der Fahrer, ein Koch und ein sonstiger Helfer.

Am nächsten Morgen fuhren wir früh los. Unser Guide meinte, er habe am frühen Morgen auch die Löwen brüllen hören. Tatsächlich hatten wir Glück, bereits nach kurzer Zeit stand er majestätisch vor uns.

Wir näherten uns bis auf ca. 5 Meter. Er nahm uns gelassen zur Kenntnis, gewährte uns ein Fotoshooting und verzog sich dann. Die Weibchen waren in einiger Entfernung daran, die Reste eines Zebras zu verzehren.

Wir haben die Löwinnen noch zirka 1 Stunde beobachtet, bevor wir weiter fuhren. Natürlich gab es nebst Elefanten, Giraffen, Zebras auch kleinere Tiere zu bewundern, die aber ebenso faszinierend waren.

Im Camp wurden wir vom Koch sehr verwöhnt und hatten Gelegenheit, uns zwischendurch etwas auszuruhen.

Am nächsten Morgen überquerte bereits kurz nach unserem Start eine Elefantenherde unseren Weg. Der Chobe Nationalpark hat eine sehr dichte Elefantenpopulation.

Am Mittag kamen dann zusätzliche Gäste. Je ein Paar aus Italien und Paris. Auch bezogen wir ein weiter entfernt gelegenes Camp, resp. wurde dieses aufgebaut. Als wir von unserem Nachmittagsdrive zurückkehrten, konnten wir in der Abenddämmerung ein einmaliges Schauspiel beobachten. Ungefähr 400 – 500 Elefanten trafen sich am Fluss. Zusätzlich gab es verschiedene Herden von Zebras und natürlich überall Antilopen.

Am nächsten Morgen wollte das italienische Paar dann unbedingt die Löwen finden, was aber nicht gelang. Am Nachmittag war zum Abschluss nochmals eine Flussfahrt vorgesehen. Wir hatten Glück und hatten ein Wassergefährt für uns allein. Der Führer sagte, nachdem wir nun 2 ½ Tage auf unwegsamen Wegen herumgekurvt seien, gehe es nun sehr ruhig zu und er werde nur sprechen, wenn wir ihn etwas fragen.

Lautlos glitten wir über das Wasser und konnten uns mit diesem Gefährt, auf dem es einen Tisch und Stühle für uns gab, den Tieren nähern. Es war der perfekte Abschluss unseres Aufenthaltes in Botswana.


Mit vielen wunderbaren Erlebnissen und schönen Bildern im Kopf traten wir unsere Heimreise an.
In Mishikishi galt es dann, auch wieder auf der Farm etwas zu tun. Nadine und Jan sorgten dafür, dass die von Buchers gepflanzten Bäume entlang der Farm Wasser erhielten. Zudem rückten sie auf dem Farmgarten dem Unkraut zu Leibe.

Jan hatte auch einen Fussball und einen kleineren Ball mitgebracht. Leider war auf dem Fussballplatz von Mishikishi nichts los. Als Jan und Nadine dort mit den Bällen auftauchten ging es aber nicht lange, und von überall strömten Jugendliche und Kinder herbei. Bereits am zweiten Abend waren etwa 50 Kinder/Jugendliche anwesend. Jan hat zum Abschluss nicht nur die Bälle verschenkt, sondern auch gleich seine Schuhe.

Am Morgen wurden jeweils die Kinder der gegenüberliegenden Vorschule begrüsst. Viele kommen jeweils bereits um 08.00 Uhr mit ihren älteren Geschwistern, obschon der Unterricht erst um 09.30 Uhr beginnt.

Wir hatten eine interessante Zeit zusammen, die leider viel zu schnell verging.
Wir wünschen euch noch viele schöne Herbsttage.
Herzliche Grüsse Heidi und Herbert